Mittwoch, 21. Juni 2017

KONZERT: DEPECHE MODE AM 20.06.2017 IN FRANKFURT

So, gestern war es mal wieder soweit und es gingnach Frankfurt um DEPECHE MODE auf der aktuelleb GLOBAL SPIRIT Tour in der Commerzban- Arena zu sehen.
Komischerweise ging es diesmal recht flott und wir hatten keinerlei Probleme nach Frankfurt zu kommen. Geparkt wurde wieder am Flughafen, im extra gemieteten Parkhaus fürs Event und dann mit der Tram zum Stadion. Auf dem Stadiongelände wurde dann etwas rumgegammelt und erfrischt (mit überteuerten Getränken, Bier 5€ und Wasser 4€).
Die Vorband ALGIERS wurde gediegen ignoriert, das war nicht unser Ding.
Dann ging es zu unseren Plätzen, die diesmal sehr hoch gelegen waren und am Rand. Was im vorderen Bereich der Bühne abging konnte man gut sehen, aber den hinteren Teil der Bühne konnte man nicht einsehen. Von Vorteil war aber, dass da die Leute wirklich für die Musik da waren und nicht die ganze Zeit mit ihren Smartphones filmen, photographieren oder sonst was machen statt das Konzert zu schauen (Diese Leute sind hassenswert, aber was sol man tun, das Richtige ist ja leider nicht möglich, da dann wohl die Security mit Ordnung schaffen nicht mehr nachkommen würde).
Um 20:45 Uhr ging es dann los. DEPECHE MODE kamen, spielten und siegten. Der Sound war wieder sehr gut, wobei er mir dieses mal relativ basslastig vorkam. Gahan und Gore hatten sichtlich spaß und das Publikum feierte ausgelassen. Insgesamt war das Konzert ziemlich cool, wobei ich es nicht so geil fand, wie die letzten 2 Konzerte (2009 hatte die bessere Show, 2013 die bessere Songauswahl). Die diesjährige Setlist war einfach nicht so knackig. Und Songs die Martin Gore singt mag ich irgendwie nicht so. Sehr geil war die Coverversion von DAVID BOWIEs HEROES. Im Großen und Ganzen war es wieder ein schöner Abend der äußerst unterhaltsam war. In 4 Jahren wieder, dann aber hoffentlich wieder mit einer knackigeren Songauswahl.
Dann begann der Weg zurück und das kann ja leicht in die Hose gehen. Vor 4 Jahren hatten die am Stadion- Bahnhof es nicht gereiht bekommen die Leute aufs passende Gleise zu schicken. Andauernd wurden die Leute zwischen den Gleisen hin und her geschickt, was dazu führte das a) wir eine gute Stunde da gestanden haben, und b) die Stimmung ziemlich hochgekocht ist (und zwar so hoch, das sich sogar die Security zurückgezogen hat). Als wir ankamen schien es dann auch wieder so zu kommen, denn wir wurden direkt auf ein anderes Gleis geschickt, aber es kam direkt ein Zug in den wir sogar noch reingepasst haben. Und nach 5 Minuten stehen gings dann los und wir waren knapp 5 Minuten später wieder am Flughafen. Ab da war alles ein Kinderspiel. So kann es immer laufen.
Und wie schon erwähnt, gerne wieder.

Montag, 19. Juni 2017

FUN: THE DARK SIDE OF SESAM STREET

Oh Gott, die Dinger machen mich fertig X-D










HIER NOCH EIN GANZER STOß





MUSIK: DEPECHE MODE - ENJOY THE SILENCE

In Anbetracht meines morgigen Konzertbesuchs der aktuellen DEPECHE MODE Tour in Frankfurt, hier klassischer Song ihres VIOLATOR Albums. Und trotz des Titels wird das enjoyen morgen bestimmt nicht silent... Gott war das schlecht.



MUSIK: SQÜRL - I'M SO LONESOME I COULD CRY

Wie wissen ja, dass im Werk von Jim Jarmush (GHOST DOG - DER WEG DES SAMURAI, DOWN BY LAW, COFFEE & CIGARRETTES) Musik ein wichtiger Bestandteil ist. Für ihn ist Musik sogar die Krone der menschlichen Ausdrucksform, weswegen es wohl auch nicht überascht, dass der gute Mann auch selbst musiziert. Welche Richtung das hier jetzt aber ist kann ich nicht sagen.


Samstag, 17. Juni 2017

HEIMKINO: SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN

SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN

Poster

Zwei Fischer entdecken auf dem Meer ein kleines Schiff mit einer Schiffbrüchigen. Sie retten sie und sie erzählt ihre Geschichte.
Vor ein paar Tagen strandete die junge Frau gemeinsam mit einer Gruppe Touristen auf einer scheibar einsamen Insel. Bei ihrer Erkundung entdecken sie ein altes Herrenhaus in dem seit Jahren ein alter Mann (Peter Cushing) lebt. Dieser fordert sie auf, so schnell wie möglich die Insel zu verlassen, da sie in höchster Lebensgefahr schweben. Diese Gefahr besteht in einer Truppe von Nazi- Zombie- Übermenschen, die auf der Insel ihr Unwesen treiben und alles und jeden töten der ihnen über den Weg läuft.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

Kommen wir mal wieder zu einem dieser Filme, von denen man eigentlich immer mal gehört hat, aber sie nie gesehen hat, obwohl das Cover äußerst reizvoll ist (ist ein anderes als das oben verlinkte) und Genrefilme mit Nazis  eigentlich immer gehen. SHOCK WAVES ist ein eben solcher Film und gehört zu den Filmen die Nazi- Zombies als Gegner aufweisen. Filme mit Untoten aus dem dritten Reich sind ja relativ selten und noch seltener gut. Vor ein paar Jahren erlebte das Genre mit der Veröffentlichung von DEAD SNOW einen Aufschwung, was dazu führte, dass eine Zeit lang weitere Zombiefilme mit Kameraden aus der deutschen Vergangenheit herauskamen. Punktete DEAD SNOW mit guten Effekten, schrägen Charakteren und einer guten Portion Humor, blieben die anderen Vertreter dieser Filmgattung ernst.
SHOCK WAVES bildet da keine Ausnahme. Der Film ist bierernst und Humor su8cht man hier vergebens. Das wäre nicht schlimm, wenn der Film durch Spannung und Grusel punkten würde. Doch leider sind auch diese beiden Dinge hier nicht vorhanden. Eigentlich passiert nicht viel und die Handlung plätschert so vor sich hin. Ganz ehrlich ist der Film sogar ziemlich öde. Hinzukommt dann noch, dass das Ganze stellenweise ziemlich dumm ist. Da hat man zum Beispiel eine Waffe, nimmt sie aber nicht mit, obwohl man weiss das die Zombies auf der Insel herumstreifen und wundert sich dann das man stirbt. Oder warum sterben die Zombies wenn man ihnen die Brille herunter reisst? Und was hat es am Anfang mit dem gelben Licht auf sich? Warum geht der Koch durchs Wasser obwohl man sieht, das neben dem Fluss ein Weg ist? Fragen über Fragen, die wohl nie beantwortet werden.
Der Film punktet jedoch zum einen bei seinem Setting Die Magrovensümpfe sind schön in Szene gesetzt und versprühen eine creepige Atmosphäre, was wohl auch daran liegt, dass man so ein Setting in einem Film diesen Genres eigentlich nie sieht. Besonders gelungen sind die Szenen, in denen sich die Zombies aus dem Meer erheben, die sind wirklich stark. Ist zwar nicht auf dem Niveau eines FLUCH DER KARIBIK, aber wenn man die Zeit (1977) und das Budget (nicht viel) bedenkt durchaus gelungen.
An Effekten gibt es eigentlich nichts zu sehen. Die Zombies sind eigentlich nur bleich geschminkte Menschen mit Hautproblemen und einmal sieht man ein zerlaufenes Schimmelgesicht und das war es dann auch schon. Die Kills geschehen unblutig im Off weswegen man sich nicht nur fragt, warum der Streifen indiziert war, sondern auch, warum der Film ab 16 und nicht ab 12 freigegeben ist. Zum Vergleich: INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG ist ab 12 freigegeben und der ist gewalttechnisch zäher als der hier. Auch spielt da die Nazithematik eine größere Rolle als hier, weswegen es daran eigentlich auch nicht liegen kann. Liegt wohl einfach drann, das der eine Film von LucasFilm ist und der andere von einer kleinen Filmklitsche aus den 1970ern stammt.
Die Schauspieler gehen okay, wobei sich einige hier echt an der Grenze des Overacting, und darüber hinaus, bewegen. Die weibliche Hauptrolle hat hier Brooke Adams, die den meisten wohl durch ihre Rolle in der 1970er Verfilmung von DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN (INVASION OF THE BODY SNATCHERS) kennen dürfte. Hier gibt sie das hilflose Weibchen, welches zwar lecker anzusehen ist, aber im Grunde ohne einen Macker an ihrer nichts kann. Als grum,meligen Kapitän erleben wir hier John Carradine (THE BRIDE OF FRANKENSTEIN), bei dem ich mich frage, was die Leute mit dem haben. Der ist absolut unbeeindruckend, da war sein Sohn David (KIL BILL, KUNG FU) um einiges besser. Als ehemaligen Nazicheffe gibts hier dann noch Hammer- Urgestein Peter Cushing (STAR WARS - EPISODE IV) und joar er ist weder besonders herausragend noch besonders schlecht. Auch bei ihm versteh ich nicht, was die Leute an ihm haben. Er hat halt in vielen Hammer- Produktionen mitgemacht, das war es auch schon. Vieleicht liegt es auch daran, dass ich mit Hammer- Filmen nicht sonderlich viel anfangen kann. Die Dracula Filme mit Christopher Lee gerne, aber das war es dann auch schon.
Besondere erwähnung solte hier noch der Soundtrack finden, sofern man ihn so nennen kann. Im Grunde ist das Ganze eigentlich nur eine leicht Noise- lastige Soundkulisse auf einem Syntheziser. Mit Musik hat das alles nicht gerade viel zu tun. Sollte der mal veröffentlicht werden, kann man ihn sich als Kuriosum ins Regal stellen, zum hinsetzen und hören eignet sich der eigentlich weniger. Aber man muss sagen, dass er funktioniert und seinen Szenen eine angenehm schräge Atmosphäre erzeugt.
SHOCK WAVES ist kein besonders guter Film. Er zieht sich und ist relativ öde. Für Gewaltfanatiker bietet er auch nichts. Jedoch sollte man sich den Film wegen seiner gut gefilmten und stimmungsvollen Zombie- Auftauchszenen ansehen, die in Kombination mit dem ungewöhnlichen Soundtrack  wirklich gut funktionieren. Kein Film zum häufigen Anschauen, aber schon mal einen kleinen Blick wert.

Fazit:
Langweiliger Zombieschinken mit so manch gelungener Einstellung

3/10


Donnerstag, 15. Juni 2017

HEIMKINO: LONDON HAS FALLEN

Langsam müssen wir den Stapel mal abarbeiten.

LONDON HAS FALLEN

Poster

Der englische Premierminister ist gestorben und Staatsgäste aus der ganzen Welt kommen nach London zum Staatsbegräbnis, so auch der amerikanische Präsident Asher (Aaron Eckhart) mitsamt seinem Bodyguard Banning (Gerard Butler). Doch das Ganze stellt sich als Falle heraus. Terroristen aus dem nahen Osten haben die Sicherheitskräfte der britischen Hauptstadt unterwandert und töten auf einen Schlag einen Großteil der Staatsgäste und nehmen London als Geisel. Nur Asher und Banning können nur knapp entkommen und müssen sich ihren Weg durch die von Terroristen gesäumten Straßen Londons schlagen, denn diese wolen den Präsidenten lebend fangen um ihn vor laufender Kamera hinzurichten.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

 Wir eriinern uns: Im Jahr 2013 schickt Regisseur Roland Emmerich (INDEPENDENCE DAY) seinen Film WHITE HOUSE DOWN ins Rennen, in dem von der amerikanischen Waffenindustrie gesponsorte Terroristen das weisse Haus einnehmen und den Präsidenten ausschalten sollen, der weniger Krieg will. Gewissen Leuten in der Filmindustrie war das zuwider, wie können patriotische Rüstungskonzerne den Wohnsitz des Präsidenten angreifen? Also produzierten sie für geringeres Budget einen Actionfilm in dem die Bedrohung aus dem Ausland, hier: Nordkorea, kommt (so wie es sich gehört) und schickten den Film noch vor Emmerichs Spektakel in die Lichtspielhäuser der Welt. Dieser Film hieß OLYMPUS HAS FALLEN und war schwer rassistisch (jeder Asiate war entweder Terrorist oder unfähig) und ein Alptraum der seriösen Filmkritik. Aber er war auch schwer unterhaltsam und erinnert an die guten alten Actionfilme der 80er Jahre, in denen noch klar war gut und wer böse war (oder es nach dem Willen der Produzenten sein sollte). OLYMPUS HAS FALLEN spielte genug Geld ein, so das 2016 eine Fortsetzung in die Kinos kam.
Die Plotte orientiert sich dabei am Vorgänger. Nur der Schauplatz und die Nationalität der Angreifer haben sich geändert, ansonsten folgt der Film dem Muster seines Vorgängers. Einziger Unterschied ist, dass der Präsident erst im letzten Drittel in Gefangenschaft gerät. Zu Beginn haben wir ein wenig Charcter- Exposition in denen wir Asher und Banning beim Joggen zuschauen (und ein paar gruselige Dialoge geliefert bekommen) und Bannings Kindervorbereitungen beobachten. Dann geht es aber schon nach London und ab Minute 25 beginnen Kugeln und Schrapnelle durch die Gegend zu fliegen. Diese 25 Minuten kommen einem dabei länger vor als sie eigentlich sind, was wohl daran liegt, dass sie zum einen nicht besonders gut geschrieben ist, und zum anderen die beiden Charaktere nicht besonders deep sind... was sie ja auch nicht sein sollen, schließlich geht es dem Film um Action und nicht um seine Charaktere. Wobei, mit einem besseren Schreiber hätte das vieleicht sogar ganz gut werden können, denn schauspielern können unsere 2 Hauptcharaktere ja (bei Eckhart dürfte das wohl spätestens seit THANK YOU FOR SMOKING klar sein, aber auch Gerard Butler kann schauspielern. Ja, er kann mehr als nur 300, wers nicht glauben kann, dem sei hier Ralph Fiennes' Regiedebut CORIOLANUS ans Herz gelegt).
Ab dem Punkt an dem die Action beginnt kann man sich dann nicht mehr beklagen. Das Geschehen geht flott voran und die restlichen 70 Minuten vergehen wie im Flug. Actionsequenz reiht sich an Actionsequenz, die Kugeln fliegen tief und die Gegner fallen wie die Fliegen. Das alles geschieht meist per Kopfschuss (Butler ist eine wahre Headshotmashine) und ist mit einem leixchten Sadismus gepaart. Alles in alem sehr spaßig, wobei der Drive etwas unter dem Schauplatz leidet. Eine ganze Stadt unter Feuer ist schon was anderes als nur ein großes Gebäude. Bei DIE HARD - WITH A VENGEANCE zum Beispiel  hat das gut geklappt, da das Ganze als Buddy Movie aufgezogen war und durch den, im Genre verankerten, Humor einen ganz anderen Drive entwickelte. Hier gibt es ein oder zwei Sätze zum Schmunzeln, das war es aber auch schon. Hier wirkt die Action immer etwas verlaufen und zu groß und nicht so kompakt im Vorgänger.
Verwunderlich für einen Film diesen Kalibers ist der, zum Teil, erlesene Cast. Zum einen haben wir da den immer wieder charismatischen Aaron Eckhart (THE DARK KNIGHT, I FRANKENSTEIN), de hier zwar nicht sein bestes gibt, aber immer noch eine gute Figur macht. Gerard Butler (300, MACHIN GUN PREACHER) ist für harte Actionrollen wie gemacht. Bei ihm stimmt die körperliche Ausstrahlung und Mimik, die für Charaktere dieses Genres vonnöten ist. Trotzdem könnte er ruhig mal versuchen was abseits von Action und Komödie zu machen... nur mal so zum Spaß. Weit hinter seinem Können bleibt hier Schauspieltitan Margan Freeman (MISS DAISY UND IHR CHAUFFEUR, JOHNNY HANDSOME). Dieser Mann köönte ein Stück Seife glaubhaft spielen. Hier sitzt er hauptsächlich rum und koordiniert, das war es auch schon. Aber was solls, it's Margan Freeman. Der Mann der neben großem Kino auch immer wieder Ausflüge ins eher schundige Fach der Filmgeschichte macht (siehe WANTED oder DANNY THE DOG). Ansonsten gibt es noch Jackie Earle Harley (WATCHMEN - DIE WÄCHTER, A NIGHTMARE ON ELM STREET- Remake) in einer kleineren Nebenrolle zu sehen. Der Rest ist gesichtloses Kanonfutter für das sich eh keiner interessiert.
Die Effekte sind gut und professionell gemacht. Hin und wieder ist ein CGI- Effekt als solcher zu erkennen (warum man Blutspritzer animieren muss wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben), aber das stört nicht sonderlich. Seine FSK16 hat sich der Film mit seinen zahlreichen und blutigen Einschüssen auf jeden Fall verdient.
Wer mal wieder Lust auf einen Actionfilm der alten Schule hat und mit demPatriotismus (der stelenweise doch etwas arg überzogen ist) und dem Rassismus des Streifens (hier ist jeder Moslem ein pöser Purche) klar kommt, dem sei dieser Film (ebenso wie sein Vorgänger) wärmstens ans Herz gelegt.

HIER die verwendeten Waffen

Fazit:
Eine zünftige Actionorgie nach klassischen Vorbildern

7/10