Donnerstag, 18. August 2016

HORROR IM ZIRKUS DES HORRORS

War heute abend im Zirkus des Horrors in Bremen und muss sagen, dass es ziemlich kurzweilig war. Nicht perfekt, aber durchaus unterhaltend und sein Geld wert, kann ich echt empfehlen.
Was mich aber tierisch genervt hat (neben der Tussy die andauernd in die Vorstellung gebrüllt hat, bis sie ein Gast Gebeten hat einfach mal die Fresse zu halten), sind die Leute mit ihren scheiss Smartphones. Ich kann ja verstehen, dass man mal ein Photo macht, oder auch mal ein kurzes Video (wobei ich das schon übertrieben finde) aufnimmt, aber die ganze Vorstellung mitschneiden/ photographieren und live bei Facebook/ WhatsApp oder was weiss ich hochladen und dann live die Kommentare verfolgen und der Begleitung zeigen finde ich schon ziemlich beknackt (und nicht das ihr meint, ich hätte nichts besseres zu tun als das Handyverhalten anderer zu beobachten, aber wenn man sein Handy so hältst, dass man mitlesen MUSS, weil man ansonsten nicht zur Bühne schauen kann, dann sollte man schon damit rechnen, dass andere mitkriegen was man macht, schreibt und liest). Und vor allem, in Kategorie 1, wo die Tickets mit Ermäßigung auf jeden Fall mal 30€ kosten, sich die komplette Vorstellung durchs Handy anschauen? Haben diese Leute sie noch alle?
Vor etewa 3 Jahren auf dem DEPECH MODE Konzert in Frankfurt  hat man auch nur noch Kameras gesehen. Macht das so viel Spaß das Geschehen durch nen Sucher/ Display zu betrachten statt richtig? Ich muss sagen, mich nervt es tierisch (und andere auch). Hoffe dass man sich entlich mal was einfallen lässt, dass das ein Ende hat (Infrarotscheinwerfer, Handyverbot mit Rausschmiss wenn man sich nicht drann hält, was weiss ich).

Dienstag, 9. August 2016

GAME: MURDERED - SOUL SUSPECT (PS4)

Sonntag angekündigt und schon durch. Das ging ja ziemlich flott.

MURDERED - SOUL SUSPECT

Poster

In Salem, dem einzigen Ort in den USofA in dem es Hexenverfolgung gab, geschieht grausiges: ein Serienkiller, genannt Glockenmörder, treibt sein Unwesen und tötet junge Frauen. Auf der Jagd nach dem Killer wir Cop, und ehemaliger Krimineller, Ronan O'Connor von eben jenem zuerst aus dem Fenster, und danach mit Kugeln gespickt. Ronan wacht als Geist wieder auf und merkt, dass er erst ins Jenseits kommen kann, wenn er erst noch das erledigt, was ihn in der Menschenwelt hält. Und das ist natürlich die Jagd nach seinem Mörder. Dabei wird er von dem Medium Joy unterstützt, denn er kann ja nichts greifen. Ihre Spur führt sie aber nicht nur Schritt für Schritt näher zum Mörder, sondern auch in die Vergangenheit des Ortes.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

MURDERED - SOUL SUSPECT stand schon länger auf meiner Liste, doch leider war mir das Spiel immer zu teuer oder ich hatte was anderes zu spielen, weswegen ich es nie kaufte. Dank des derzeitigen Sommerrabattes des PSN- Stores konnte ich aber nun nicht daran vorbeigehen, denn bei etwas weniger als 7€ muss man einfach zuschlagen. Und da die Frau noch vormittags arbeiten muss während unsereiner schon wohlverdienterweise Urlaub hat (und man nicht gerne im Sonnenschein rausgeht), bietet es sich ja an den Tag mit zocken zu verbringen.
Das Spiel versteht sich als Action- Adventure mit Mystery- und Horroreinschlag, bei dem sich der Spieler in einer offenen Welt wie in der ARKHAM- Reihe oder GTA V bewegt. Das funktioniert aber leider nur teilweise.
Die Idee des Spieles, dass man seinen eigenen Mord aufklärt, ist ziemlich cool und, im Videospielbereich jedenfalls, neu (gibt es andere Spiele mit so einem Thema? Ich kenne jedenfalls keines). Die Optik weiss zu gefallen, die Stadt kommt schön düster rüber und die verfallene Geisterarchitektur der Vergangenheit (ja, das gibt es) wirkt schon etwas morbide. Die Zwischensequenzen sind stellenweise richtig schön atmosphärisch und für die Sammler gibt es auch genug zu entdecken. Letzteres ist sogar stellenweise echt interessant. Neben Infos über die Geschichte der Stadt Salem und Zeitungsberichten über die Glockenmorde kann man an jedem Schauplatz des Spieles Gegenstände finden, die eine kurze Grusel-/ Mysterygeschichte freischalten. Das schöne daran ist, dass man die entsprechenden Teile immer nur in einem Gebäude findet (Zwangsjacken zum Beispiel nur im Sanatorium, das Gewehr nur im Polizeirevier) statt alles kreuz und quer durch die Stadt suchen zu müssen.
Schöne Atmosphäre und kein sinnloses Rumgerennen, gepaart mit einer schönen Spielidee, das kann ja nur gut werden, werden einige von euch nun denken. Aber leider hat das Spiel einige große Fehler.
Zum einen ist das Spiel nicht Open World. Man kann sich in der Stadt und den Gebäuden zwar "frei" bewegen, aber das Spiel führt einen immer wieder direkt auf den Pfad der Geschichte zurück. An Nebenquests, wie die oben beschriebenen Suchaufgaben und den paar Situationen, in denen man frisch Verstorbenen hilft den Grund ihres Ablebens herauszufinden, sitzt man nicht lange und das Gefühl von Freiheit, wie es die ARKHAM- Spiele (City bis Knight) haben, wo man Stundenlang sich die Zeit mit Nebenmissionen vertreiben kann, oder GTA V, wo man einfach alles statt der Hauptmission machen kann (sogar an einem Triathlon teilnehmen), stellt sich nicht ein. Die Stadt ist verdammt klein und wirkt einfach nur wie Füllmaterial zwischen den einzelnen Spielabschnitten. Ich habe nichts gegen lineare Adventures, THE LAST OF US war einfach super, aber wenn man es mit angeblicher spielerischer Freheit zu kaschieren versucht ist das eher suboptimal. Da wird einem was versprochen, was nicht mal im Ansatz eingehalten wird. Das ist, als würde man dir sagen, dass man dich in ein geiles Steakhaus einlädt, aber dann stellt sich heraus, dass es nur der veganische Imbiss im linksalternativen Viertel ist.
Auch mangelt es an Action. Die, viel zu seltenen, Kämpfe gegen die Dämonen laufen immer nach dem selben Prinzip ab: verstecken, beobachten, anschleichen, greifen und dann per Zufallstastenkombination ausschalten. Die ersten zwei mal ist das ganz witzig, aber dann wird es schnell öde bis nervig, weil es a) nur einen Dämonentyp gibt, und b) die einzige Schwierigkeit nur in der Anzahl der Dämonen liegt. Und ganz nebenbei ist das Spiel sehr sehr leicht. Ich verlange ja kein Actionfeuerwerk, schließlich fand ich THE WALKING DEAD ja auch ganz nett, aber wenn man Actionsequenzen einbaut, dann sollten die schon etwas häufiger und, vor allem, abwechslungsreicher sein.
Die Rätsel bestehen hier aus dem Rekonstruieren von Situationen und laufen auch immer gleich ab. Indizien suchen und dann in die richtige Reihenfolge bringen. Bringt man sie in die falsche Reihenfolge hat das aber keine Auswirkungen auf das Spiel, denn nur die Rangliste der Fälle im Menü verschlechtert sich. Man kommt also eigentlich durch simples Trial and Error voran.
All das zieht das Spiel schon ziemlich runter und das Ende der Geschichte ist jetzt auch nicht so shoking wie es sich die Entwickler wohl vorgestellt hatten. Und der Twist ist auch nicht so pralle. Ansonsten gibt es noch ein kleineres und eind ein großes Ärgernis: das kleinere ist die Schleichwerbung des Entwicklers Square Enix für den zuletzt erschienen Teil der JUST CAUSE- Reihe. Habt ihr sowas echt nötig? Das größere Ärgernis ist das Fehlen einer Karte. Gut, die Stadt ist, verglichen mit anderen "Open World" Spielen, klein, aber dennoch sehr unübersichtlich, so dass eine Karte hier echt helfen würde.
Ansonsten sind die etwa 10 Stunden Spielzeit doch schon arg kurz und der Wiederpielwert, wie jetzt zum Beispiel bei der ARKHAM- Reihe oder DEVIL MAY CRY (Reboot und Teil IV), ist eigentlich Null, da es eben auch nur einen Schwierigkeitsgrad gibt.
Durch diese Nachteile sabotiert sich das Spiel selbst und verkommt so zu einem anfangs interessanten, im späteren Verlauf aber bestenfalls mittelmäßigen Adventure, was einen schon etwas traurig stimmt, denn die Ideen sind ja da, und sie sind gut, aber leider nicht zu Ende gedacht. Würde einen Nachfolger sofort spielen, aber nur wenn die Entwickler eine richtige Open- World mit mehreren Nebenaufgaben erschaffen würden und dann noch eine Karte und mehr abwechslungsreiche Kämpfe draufpacken und das alles am Ende mit einem etwas höheren Schwierigkeitsgrad und einer längeren Spielzeit als etwa 10 Stunden garnieren.

Fazit:
Leider nicht so gut wie es sein könnte

4/10

Sonntag, 7. August 2016

DAS NÄCHSTE SPIEL....

... das ich spielen und besprechen werde, wird MURDERED - SOUL SUSPECT sein, welches ich gerade für knappe 7€ im PSN Store erworben habe

GAME: RESIDENT EVIL 5 (PS4)

Im Gegensatz zum Nachfolger kam dieser Teil zum Vollpreis (wenn man 19,99€ im PSN- Store Vollpreis nennen kann, aber immerhin war es nicht reduziert, weswegen man es wirklich als Vollpreisspiel bezeichnen kann) ins Haus. Ist schon komisch die Spielreihe rückwärts zu spielen, aber Capcom veröffentlicht die halt in der Reihenfolge 6, 5 und dann 4 für die Next Gen Konsolen. Teil 4 erscheint am 30.08. und wird dann natürlich direkt geholt, hab den vor ewigen Zeiten mal auf der Wii angespielt und hab den eigentlich als ganz cool in Erinnerung. Und für 20€ kann man denk ich nicht viel falsch machen... hoff ich zumindest mal. Aber genug des Geschwafels, kommen wir zum Spiel. Ach ja, vorsicht, ist ein USK18 Spiel.

RESIDENT EVIL 5

Poster

Chris Redfield ist auf Mission in Afrika. Dort muss er gemeinsam mit seiner neuen Partnerin Sheva den Waffenhändler Ricardo Irving stellen, der in diesem Gebiet mit den Biowaffen aus der Umbrella- Forschung handelt, welche schon für den Untergang von Racoon City verantwortlich waren verkauft. Gemeinsam kämpfen sie gegen immer gefährlichere Mutanten und entdecken nicht nur, dass es einen neuen Virus gibt, sondern dass auch ein alter Feind hier die Fähden zieht.

Achtung!!! Es köönte zu Spoilern kommen!!!

RESIDENT EVIL war das erste Spiel der Reihe, welches das Partner- System einführte, welches dem Spieler ermöglichte mit einem Mitspieler das Spiel durchzuspielen. Wie sein Nachfolger wird man, wenn man alleine spielt, von seinem Partner begleitet und kann nicht, wie bei dem äußerst spaßigen RESIDENT EVIL - REVELATIONS 2 (welches ich auf meinem alten Blog besprochen habe), zwischen den Charakteren hin und her wechseln. Dieses Partner- System hat seine Vor- und Nachteile. Wie bei Teil 6 sorgt das Partner- System dafür, dass es nicht sonderlich schwer ist. Härtere Passagen gibt es eigentlich kaum, wenn auch der Schwierigkeitsgrad bei diesem Teil etwas höher ist. Man muss Inventarmanagement für sich und seinen Partner machen und die 9 Slots effektiv nutzen. Leider ist die KI des Partners ziemlich schlecht, so dass man dank der guten Dame doch des öfteren mal stirbt. Meist steht sie so im Weg dass man nicht vorbei kommt, dauernd benutzt sie bei starken Gegnern statt der starken Waffe die Standart- Pistole und, das ist mein Favorit, schießt in einer, mehr oder weniger, Schleichpassage wo man sich ruhig verhalten muss (worauf mich die gute Dame aufmerksam macht) und sich durch ein Rudel Licker sneakt einfach mal spontan auf eins der Viecher und lockt so natürlich die ganze Horde an. Zum Anfang des Spieles war ich dank der KI kurz davor nen Schreikrampf zu bekommen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und achtet darauf, dass die Alte einem nicht im Weg steht.
Neu ist auch das Setting. statt in Amerika oder Europa spielt das ganze in Afrika, welches als Schauplatz in Videospielen ja immer noch relativ unverbraucht ist ist und dementsprechend doch schon etwas exotisches hat. Wir starten in den Townships einer unbekannten Stadt, fahren von dort aus in die Steppe zu den mutierten Molombos hin zu antiken Ruinen, unterirdischen Basen und aufs offene Meer. Abwechslungsreich ist das Setting also schon. Und dass das ganze am Tag spielt finde ich, im Gegensatz zu anscheinend vielen Spielern, ehrlich gasagt ziemlich cool, schaut euch mal Guilermo del Toros CRONOS an, einen Vampirfilm der komplett am Tag spielt, da funktioniert das ja auch.
Die Monster, das Herzstück der RESIDENT EVIL Reihe, sind mal mehr, mal weniger gelungen. Die Mutanten/ Zombie- Rebellen mit AKs finde ich, genau wie die mutierten Molombos, sehr gelungen, so was hat man noch nicht gesehen (fand das Äquivalent im Nachfolger auch cool, wobei ich, so im Nachhinein, sagen muss, dass die stellenweise doch etwas absurd übertrieben waren). Manche Bossgegner wie der Krakenhai und das große Ding auf dem Schiff finde ich sehr gelungen, wohingegen einiges auch nicht so pralle ist. Zum Beispiel dieses Fledermausviech, was haben die sich dabei gedacht? Das ist echt scheisse, genau wie das Fledermaus-Spinnen- Viech. Auch nicht hübsch fand ich die dicken Kampfneger, die Gatlingfuzzis und den Gigantentrollkerlwasauchimmer, die waren, für mich jedenfalls, echte Stimmungskiller. Blut- und Goretechnisch ist das Spiel okay, wobei ich die USK18 Freigabe etwas hart finde. Aber gut, irgendwann wird es bei Spielen so werden wie bei Filmen und sie werden niedriger bewertet (es sei denn, dumme Menschen setzen ihre Meinung durch, dass Spiele für Amokläufe die schuld tragen, statt unfähige Eltern und ein scheiss Umfeld).
Grafisch ist das alles ganz schön aufgearbeitet. Ist zwar kein Killer wie THE LAST OF US, aber für das Spiel mehr als ausreichend. Vom Gameplay her ist das Spiel, im Vergleich zu Teil 6 (ja ich hätte den nicht vorher spielen sollen, ich weiss ich weiss) , ziemlich träge. Bei Teil 6 geht alles viel schneller und geschmeidiger von sich, hier ist alles etwas behäbiger. Mal einfach so, im Vorbeilaufen, einem Gegner ordentlich eins auf die Kauleiste zu geben ist hier nicht. Der letzte Bosskampf, gegen Oberfiesling Wesker, find ich nicht gelungen, da ist mir zu viel Quick Time Kram. Ansonsten sind die Kämpfe mal stressig (das Wurmding beim Flammenwerfer), mal ganz spaßig (das Vieh auf dem Schiff oder der Mutantenhaikrake) und manchmal auch echt scheisse (das Trolldingens und die große Fledermaus), hier ist alles vertreten.
Zusammenfassend ist RESIDENT EVIL kein schlechtes Spiel, aber auch kein Hammergame. Es bietet Action, Monster und einen schönen Schauplatz. Doch leider krankt das Spiel an der KI, einigen Monsterdesigns und einigen Bosskämpfen. Schade eigentlich, aber wer weiss, vielleicht entführt uns die RESIDENT EVIL Reihe, oder ihr Ableger Revelations, mal wieder nach Afrika. Das würde mich echt freuen.

Fazit:
Nicht schlecht, aber da ist noch Luft nach oben

5-6/10