Donnerstag, 18. Januar 2018

Sonntag, 14. Januar 2018

HEIMKINO: EINE FRAGE DER EHRE

Heute mal ein wenig Drama

EINE FRAGE DER EHRE

Poster

Auf dem US- Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba stirbt ein Soldat, nicht durch Terrorristen oder Kommunisten, sondern durch die Hand zweier Kameraden. Ihr Fall wird dem jungen Anwalt Daniel Kaffee (Tom Cruise) übertragen, der für seine Verfahrenabsprachen bekannt ist. Zuerst will er die Klage im Vorfeld ersticken, doch durch die Anwältin Galloway (Demi Moore) packt ihn der Ehrgeiz und er strengt einen Prozess an um die Unschuld seiner Klienten zu beweisen.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

Aufgrund des amerikanischen Rechtssystems ist der amerikanische Gerichtsfilm ein ergiebiges Genre, auch abseits der John Grisham Verfilmungen und BOSTON LEGAL. Diesmal machen wir dabei einen Abstecher in die Welt des Militärs, was Erinnerungen an J.A.G. - IM AUFTRAG DER EHRE (die Serie startete zwar später, aber trotzdem...) weckt.
Regisseur Rob Reiner (MISERY) inszenierte den Film, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück, in bester 90er Jahre Manier. Dabei nimmt die Ermittlungsarbeit der Protagonisten etwa ein Drittel der Laufzeit ein, ab dann konzentriert sich der Film auf die Gerichtsverhandlung. Längen gibt es keine und und die Zeit vergeht wie im Flug.
Ein großes Plus ist der exzellent ausgewählte Cast, der sich mit einigen der besten Gesichter der frühen 90er schmückt. Tom Cruise (EDGE OF TOMORROW, COLLATERAL) stand hier 6 Jahre nach seinem Aufstieg in die A- Liga Hollywoods (mit TOP- GUN) noch am Anfang seiner eindrucksvollen Karriere. Für die Rolle ist er eine gute Wahl. Demi Moore (BUNRAKU) ist austauschbar. Ich weiss nicht woran es liegt, aber ich komm mit ihr nicht klar. Ich halte sie einfach für keine besondere Schauspielerin und ihr fehlt einfach eine gewisse Ausstrahlung um das wett zu machen (Julia Roberts ist auch keine super Schauspielerin, aber sie hat Charisma und das macht viel aus) Der einzige Film in dem sie mir gefallen hat war MR. BROOKS. Über Jack Nicholson (THE SHINNING, BATMAN, BESSER GEHTS NICHT) muss man wohl kein Wort verlieren. Es gibt wohl kaum einen anderen Schauspieler, der so gut böse bzw. finstere Charaktere spielen kann. In den Nebenrollen haben wir noch, den immer wieder gern gesehenene, Kevin Bacon (TREMORS - IM LAND DER RAKETENWÜRMER), Kiefer Sutherland (24, MELANCHOLIA, MIRRORS) und Kevin Pollack (DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN). Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank gut, aber besonders hervorheben tut sich hier niemand.
Wer mal etwas Abstand vom üblichen Horror- und Gewaltfilm haben will, und nicht diremt zur Komödie greifen will, ist hier gut beraten.

HIER die verwendeten Waffen (auch wenn sie fast ausschließlich zur Deko sind)

Fazit: 
Klassisches 90er Jahre Kino

7/10


Samstag, 13. Januar 2018

HEIMKINO: MIMIC DIRECTORS CUT

MIMIC

Poster

New York hat mal wieder ein Problem: Die Kinder der Stadtwerden von der sogenannten Strickler- Krankheit, die von Kakerlaken übertragen wird, heimgesucht. Diese Krankheit verläuft in den meisten Fällen tödlich. Um die Kinder der Stadt zureten und eine Ausbreitung über New York hinaus zu verhindern setzt die Forscherin Susan Tyler (Mira Sorvino) eine eigens gezüchtete Schabenart, die "Judas- Züchtung", in der Kanalisation aus, die die Kakerlaken der Stadt ausrotten sollen. Und siehe da: Es klappt, nach 3 Jahren ist die Stadt frei von Kakerlaken und die Strickler Krankheit ist nur noch eine finstere Erinnerung.
3 Jahre später: Susan ist mit ihrem ehemaligen Partner bei der Bekämpfung der Strickler- Krankheit, Dr. Peter Mann (Jeremy Northam), verheiratet und gibt sich mit ihm der weiteren Familienplanung hin. Doch dann verschwindet zuerst ein Priester unter mysteriösen Umständen und dann bringen 2 Jungen Susan ein seltsam großes Insekt, bei dem es sich um ein Exemplar der Judas- Züchtung handelt. Dies ist dahingehend fatal, denn die Judas- Züchtung sollte ein halbes Jahr nach ihrem Einsatz aussterben. Um in Erfahrung zu bringen, in wie weit die Judas- Züchtung überlebt hat, begeben sich Susan, Peter und sein Kolege Josh (Josh Brolin)  in Begleitung eines U- Bahn- Polizisten in die Tiefen der U- Bahn- Schächte New Yorks. Dabei entdecken sie nicht nur, das die Judas- Züchtung nicht nur äußerst lebendig ist und in den schächten zahlreich vertreten ist, sondern das sie nun mannshoch sind und das Aussehen von Menschen imitieren können. Und zu allem Überfluß sucht in den Schächten noch ein alter schuhputzer seinen autistischen Sohn.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

Für Guilermo del Toro war MIMIC der Einstand in Hollywood. Nach seinem Debüt- Film CRONOS (mit dem großen Ron Perlman) erkannte man del Toros Potential und ließ ihn nach MIMIC den zweiten Teil der BLADE- Trilogie inszenieren (zwischen den beiden Filmen machte er noch einen kleinen Abstecher nach Spanien um THE DEVIL'S BACKBONE zu drehen). Ab diesem Zeitpunkt übernahm er dann mehr und mehr Kontrolle über seine Produktionen und die Drehbücher, was dazu führte, dass uns der gute Mann mit PANS LABYRINTH und HELLBOY II - DIE GOLDENE ARMEE (del Toro inszenierte auch den ersten Teil, aber die Fortsetzung ist um Meilen besser) zwei der schönsten und besten Fantasy- Streifen der 00er Jahre präsentierte. Auch sollte er Regie bei den DER HOBBIT- Filme übernehmen, woraus aber nichts wurde (schade, denn so hätte es was werden können): Auch aus seiner H.P. Lovecraft- Adaption DIE BERGE DES WAHNSINNS wurde (bis jetzt) nichts.
Von der Kraft und den Trademarks seiner späteren Produktionen kann man bei MIMIC noch nichts entdecken. Da er ganz neu in Hollywood war, hatte er noch nicht so viel Einfluss auf die Produktion um seine Ideen/ Visionen umzusetzen, weswegen der Film, genau wie BLADE II, mehr eine Auftragsarbeit, denn ein del Torro- Film ist (genau so verhält es sich zum Beispiel mit SPARTACUS von Stanley Kubrick: Kubrick führte zwar Regie, aber es ist dennoch kein Kubrick- Film).
Trotzdem ist MIMIC alles andere als ein schlechter Film. Eigentlich ist er ein ziemlich flotter und fetziger Monsterfilm. Zu Anfang hat der Film ein paar Längen, die man ruhig auf dem Boden des Schneideraums hätte platzieren sollen statt im fertigen Film. Eine Straffung um 10- 15 Muniten hätten dem Film durchaus gut getan. Die neuen, zusätzlichen Szenen sind zum größten Teil unnötig, da sie den Film strecken, aber nichts groß zur Geschichte beitragen (das selbe haben wir auch bei, und Achtung jetzt kommts, ihr könnt schon mal Zeit für eure Hass- Kommentare nehmen, ALIENS - DIE RÜCKKEHR. Ja, findet euch damit ab. Die zusätzlichen Szenen waren fürn Arsch. Wir wollten Action). Zu Anfang ist das Geschehen noch etwas mehr auf Mystery ausgelegt, entwickelt sich aber mit fortschreitender Laufzeit zur Monsterhatz. Das Geschehen ist zwar alles andere als neu oder innovativ, aber kurzweilig und mit einigen Spannungsspitzen. Außerdem bietet der Film eine grimmige Szene in der On- Screen zwei Kinder getötet werden (aufgrund der Wal- Mart Firmenpolitik sieht man so was ja äußerst selten).
Was dem Film hilft, ist die Tatsache, das er eine Major- Produktion ist und durch das damit verbundene recht hohe Budget (etwa 30 Millionen $) konnte man sich fähige Schauspieler leisten. Das ist höchst erfreulich, wenn man bedenkt, was man sonst so in Tierhorror- Streifen vorgesetzt bekommt. Durch die Bank hat man gute Leistungen wobei keiner des Ensembles negativ, oder besonders positiv heraussticht. Jeder macht seinen Job und das ist auch gut so. Mir ist lediglich Josh Brolin (SIN CITY 2 - A DAME TO KILL FOR, SICARIO) aufgefallen, was aber nicht an seiner Performance liegt sondern einfach daran, das man ihn als jüngeren Mann sieht, dessen Gesicht nicht zerfurcht ist. Am Rande kann man noch kurz Norman Reedus (DER BLUTIGE PFAD GOTTES) erblicken. Ach ja, Julian Richings ist auch dabei. Der Name sagt euch nichts? Nun ja, mir auch nicht, aber das Gesicht ist wohlbekannt. Er ist einer von diesen Nebendarstellern mit markanten Zügen, die man in zig Filmen und Serien (in kleineren Rollen) sieht, aber eben nie weiss wie er heisst. Größere Rollen hat er als Paul Giamatti's Henchman in SHOOT EM UP und als Tree- Finger in WRONG TURN.
Die Effekte sind durch die Bank gut.Manche CGI- Effekte sind durchaus als solche zu erkennen, sind aber gut gealtert. Die handgemachten Effekte und Animatronik hingegen ist sehr gut und kann auch heute noch standhalten. Alles ist dabei sehr schleimig gehalten um ein wenig Ekel zu erzeugen (dabei wird aber zu keiner Zeit die Ästhetik eines David Cronenbergs, wie er sie zB in DIE FLIEGE zelebrierte, erreicht). Dazwischen gibt es dann noch ein wenig Blutgespritze. Nichts für Gore- Hounds, aber ausreichend. FSK16 ist, aufgrund des Kinder- Kills, okay.
MIMIC ist ein gut gemachter und passend bestzter Monster- Reisser mit einigen Längen, aber gutem Unterhaltungswert. Den DC kann man sich geben, aber die Kinofassung ist ausreichend.

HIER die verwendeten Waffen

Fazit:
So mögen wir unsere Monster- Flicks: gut gemacht und unterhaltsam

7/10


HEIMKINO: DARKMAN

Nach längerer Zeit gibt es hier mal wieder eine Filmbesprechung

DARKMAN

Poster

Peyton Westlake (Liam Neeson) ist ein engagierter Wissenschaftler. Gemeinsam mit seinem Assistenten arbeitet er an einer künstlichen Haut, welche das Leben von Verbrennungsopfern stark verbessern wird. Außerhalb seiner Forschung hat er gerade beschlossen seiner Freundin Julie (Frances McDormand) einen Antrag zu machen. Julie arbeitet für eine Anwaltskanzlei und ermittelt in einem Fall von Korruption in der Baubranche. Diese Ermittlungen führen dazu, das der Gangster Durant (Larry Drake) mit seinen Kumpanen  Peyton einen Besuch abstattet und sein Labor samt Inhalt (dazu zählt eben auch Peyton) in die Luft jagt. Peyton landet mit schwersten Verbrennungen als Unbekannter in einer Verbrennungsklinik. Der durch eine Durchtrennung einiger Nerven nun schmerzunempfindliche Peyton flüchtet aus jedoch aus der Klinik und startet nicht nur seine Forschungen neu, sondern beginnt auch einen Rachefeldzug gegen die, die ihn entstellten.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

Sam Raimi ist ja schon eine Sache für sich. Angefangen mit EVIL DEAD, der mit seinen Fortsetzungen EVIL DEAD 2 und ARMY OF DARKNESS seinen Vorgänger übertrafen, machte mit SCHNELLER ALS DER TOD einen Abstecher ins Western- Genre, lieferte mit A SIMPLE PLAN einen der besten Filme der 90er ab, bevor er dann mit den SPIDERMAN- Filmen mit Tobey Maguire seinen Karrierehöhepunkt erreichte. Danach führte er noch drei mal Regie (unter Anderem bei Geisterbahnfahrt DRAG ME TO HELL), bevor sich dann aufs Produzieren konzentrierte (unter Anderem das EVIL DEAD- Remake).
Ende der 80er inszenierte Raimi dann DARKMAN, da er (vermute ich mal) unbedingt eine Comicverfilmung drehen wollte, aber keine Vorlage bekam (zu der Zeit waren Comics nicht gerade als Filmvorlage angesehen). Also erschuf Raimi kurzerhand den Darkman und schickte ihn auf sein erstes filmisches Abenteuer (An den Nachfolger ohne Liam Neeson war er nur noch als Produzent beteiligt). Dieses ist dann auch so geraten, wie man es von Sam Raimi Ende der 80er bzw. der frühen 90er erwarten wurde: genau wie seine EVIL DEAD- Reihe (und später eben DRAG ME TO HELL) ist der Streifen einfach nur eine wilde schnelle Fahrt, die nach angenehmen 95 Minuten vorbei ist. Hier geht es direkt zur Sache und es dauert etwa eine halbe Stunde bis der titelgebende Charakter mit seinem Rachefeldzug beginnt. Hier gibt es keine große Geschichte mit mehr Wendungen als die Lombard Street hat oder tiefgründige Charaktere, hier ist alles simpel gehalten. Der Held ist traurig aber bereit alls zu tun was nötig ist, seine Herzdame ist die typische Damsel in Distress und der Bösewicht ist einfach böse mit einem Hauch Psycho.
Größere Längen gibt es bei der Laufzeit nicht. Er ist kein Meisterwerk sondern einfach, wie zB DOBERMANN, die Verfilmung eines Comics den es nicht gibt. Wo sich DOBERMANN aber eher an Comics für Erwachsene mit hohem Gewaltfaktor orientiert, liegt die Inspiration für DARKMAN bei den klassischen DC/ Marvel- Comics, die sich zu jener Zeit eher an ein jüngeres Publikum richteten. Dies zeigt sich vor allem in der finalen Actionsequenz bei der der Held an einem Hubschrauber hängend durch die Stadt geflogen wird. Diese Sequenz ist zwar schnell und rasant, aber stellenweise auch etwas arg absurd bzw. comichaft geraten, was dem Film eine gewisse unfreiwillige Comic verleiht. Noch mehr unfreiwillige Komik bieten aber manche Gesichtsverrenkungen der Darsteller, welche wirklich übelst an der Grenze des Overactings kratzen. Ansonsten gibt auch noch ein paar kleinere Blödheiten die dem Zuschauer hin und wieder ein Fragezeichen über dem Kopf erscheinen lassen (Ihr wisst schon, so in bester CLEVER & SMART Manier).
Die Musik stammt von Danny Elfman, dessen Musik wir ja zur Genüge kennen. Hier orientiert sich das Theme stark an dem Titelthema der BATMAN- Filme von Tim Burton (für die Elfman ebenfalls den Score beisteuerte). Im Vergleich zu seinen anderen Soundtrack- Kompositionen ist seine Arbeit hier die unspektakulärste.
Die Effekte sind für das Budget (16 Millionen $) gut. Die CGI- Effekte sehen nett aus, sind aber hoffnungslos veraltet, aber okay, sie stammen aus der Frühzeit der Computer- Effekte, da kann man keinen AVATAR- Standart erwarten. Dazu gibt es einen netten Stop/ Motion - Effekt aus der EVIL DEAD Zeit und die für Raimi typischen schnellen Kamerafahrten. Die Maske des Darkmans, keine richtige Maske sondern einfach nur ein entstelltes Gesicht ist durchaus gelungen, auch wenn er sich, trotz fehlender Lippen, problemlos ausdrücken kann (siehe kleinere Blödheiten weiter oben). Der Film hat eine FSK16- Freigabe, welche ich für übertrieben halte, der hätte locker ab 12 freigegeben werden können (wie zB DIE WARRIORS, der genau wie DARKMAN, ewig indiziert war und nach der Nezuprüfung nun das grüne FSK- Siegel auf seiner Hülle trägt).
Kommen wir mal zu den Schauspielern. Liam Neeson, der 1993 mit SCHINDLERS LISTE in die A- Liga aufstieg und sich von da an als Charakterdarsteller verdingte, bevor er 2008 mit TAKEN ins Actionfach (im Gegensatz zu Nicholas Cage erfolgreich) wechselte, spielt hier die Hauptrolle. Schon damals machte er, trotz einer dicken Menge Make- Up, eine gute Figur. Aber es ist eine Comic- Performance der 80er, weswegen man sich mit einigen Overacting- Sequenzen anfreunden muss (man darf hier keinen Ra's al Ghul wie in BATMAN BEGINS erwarten). Frances McDormand (FARGO -BLUTIGER SCHNEE, BURN AFTER READING) ist als Damsel in Distress schlicht und ergreifend unterfordert. Larry Drake (DR. GIGGLES) macht sich als Gangster sehr gut. Er ist ein angenehm hassenswerter Drecksack. In einer kleinen Nebenrolle sehen wir noch Ted Raimi, den Bruder von Regisseur Sam Raimi, und am Ende noch Bruce Campbell, womit wir also noch 2 EVIL DEAD Veteranen mit im Boot haben.
DARKMAN ist beileibe kein Meisterwerk, bietet aber schnelle Comic- Action die andernthalb Stunden unterhält.

HIER noch die verwendeten Schusswaffen.

Fazit:
Pulpige Comicaction

6/10


GAME: GRIM FANDANGO (PS4)

Und fertich.

GRIM FANDANGO

Poster

Manny Calavera ist Reisevertreter. Aber kein normaler Reisevertreter, denn er ist tot. Genau wie alle anderen, hier in der Totenwelt. Sein Job ist es, frisch verstorbene Seelen aus der Welt der Lebenden abzuholen und ihnen eine teure Reise ins Jenseits zu verkaufen. Doch irgendwas stimmt nicht, sonst wäre es nicht zu erklären warum Konkurent Domino nur die besten Kunden bekommt und Manny nur den kläglichen Rest. Da das so nicht weitergehen kann bescheisst Manny ein wenig um auch mal einen guten Kunden zu bekommen. Natürlich fliegt alles auf und Manny findet sich auf einmal eingesperrt in einer Garage wieder. Doch das ist erst der Anfang einer vierjährigen Odysse, die Manny durch das halbe Reich der Toten führt.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

In den guten alten 90ern waren Grafik- Adventures das große Ding im Bereich Computer- Spiele. Ein Genre, welches heute, leider, fast ausgestorben ist und hauptsächlich in den Entwicklungen von Indie- Studios weiterbestehen. Aber damals gab es noch Auswahl masse de Meng und man konnte mit fast monatlichen neuen Releases rechnen. Die wohl besten Spiele aus diesem Bereich kamen kamen von einer kleinen, geradezu unbedeutenden Softwareschmiede namens LucasArts, welche zu einem weiteren kleinen Unternehmen Namens LucasFilm gehörte, das von einem gewissen George Lucas, bekannt geworden durch eine wohlbekannte Science Fiction Trilogie, gegründet wurde. Neben diversen Versoftungen aus dem Reich der bekanntesten Science Fiction Story ever produzierte das Studio, wie schon gesagt, Grafik- Adventures. Dazu gehörten zum Beispiel MANIAC MANSION, DAY OF THE TENTACLE, INDIANA JONES AND THE FATE OF ATLANTIS und LOOM (welches damals sehr innovativ war, aber leider unverdient floppte).
1998 veröffentlichten sie dann das hier besprochene GRIM FANDANGO. Dieses Spiel war in mehreren Punkten neu. Zum Einen hatte es eine, für die damalige Zeit, extrem gute 3D Grafik und zum Anderen war es das erste Adventure ohne das klassische Bedienfeld bei dem man Objekte mit Aktionen verknüpfte. Interaktion geschieht hier durch pressen der Aktionstaste bei bestimmten Objekten (zu erkennen an Mannys Kopfbewegung). Muss man dafür noch ein weiteres Objekt hinzufügen, so kramt man dieses aus seiner Jackentasche.
Wie für LucasArts- Adventures gibt es hier den typischen Humor, so das man immer mal wieder schmunzeln oder auch herzhaft lachen muss.  Die Spielwelt ist auch mehr als sehenswert.  Es handelt sich hier um eine von den 1950ern inspirierte Version der USA, gepaart mit viel mexikanischer Folklore rund um den Tag der Toten. Dazu gibt es einen schmissigen, neu aufgenommenen, Soundtrack, gute Dialoge (samt passender Synchronisation) und eine amüsante Geschichte um eine gar garstige Verschwörung. Über allem thronen dann noch die Rätsel, welche von leicht und offensichtlich über knackig bis hin zu abstrus reichen (zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich an drei Stellen die Komplettlösung rauskramen musste. Beim ersten Rätsel hätte ich meinen Kopf auf die Tischkante schlagen können, beim Zweiten musste ich mich ernsthaft fragen wie man darauf kommen sollte und beim Dritten Rätsel und beim letzten Rätsel konnte ich den einen Hinweis, trotz guter Auflösung, nicht erkennen konnte. )
GRIM FANDANGO ist ein klasse Adventure, das jeder gespielt haben sollte. Das Remaster ist auf den gängigen Plattformen schon für kleines Geld zu haben (PS4 User können es derzeit im Rahmen der Januar Angebote für ganze 1,50€ im PSN Store erwerben)

Fazit:
A Classic

8/10

 

Donnerstag, 11. Januar 2018

Samstag, 6. Januar 2018

GAME: DEADLIGHT (PS4)

DEADLIGHT

Cover

Seattler 1986: Randall kämpft sich durch die Ruinen der Stadt um seine Familie zu finden. Dabei muss er sich nicht nur gegen Unmengen von Zoombier wehren, sondern auch gegen durchgedrehte Militärs.

Achtung!!! Es könnte zu Spoilern kommen!!!

Ach ja Zombies. Die lebenden Toten sind einfach nicht totzukriegen. Die kleine Firma Tequila Works legt mit DEADLIGHT ein kleines aber feines Survival- Horror Jump n' Run vor, das es in sich hat.
Zum einen hat es eine sehr hübsche und detaillreiche Grafik mit hübschen Hintergründen, in deren Vordergrund alles in Schwarz getaucht ist. Das unterlegt mit einem stimmigen Soundtrack und einer, nicht gerade innovativen, aber dafür um so detaillreicheren Hintergrundgeschichte, welche uns durch Tagebucheinträge und Motion- Comics erzählt wird. Dazu gibt es dann noch einige Kletter- und Springeinlagen.
Das alles ist eigentlich nicht sehr schwer (jedenfalls auf "Normal" nicht) und bietet ein paar Stunden Kurzweil. Nur hin und wieder ist man doch etwas genervt von der Steuerung, die in manchen Punkten doch etwas zu empfindlich ist.
Jo, mehr kann man nicht schreiben. Für 5€ ist das Spiel eine gute Investition.

Fazit:
Kleiner feiner Survival- Horror- Zombie- Reisser

6/10